Der erste Kirchenbau in Scheidt entstand als kleine Kapelle um 1350, wahrscheinlich am gleichen Standort wie heute. Vor der Reformation gehörte Scheidt zu den Stiftspfarreien von St. Arnual, später über Jahrzehnte zu Bischmisheim und Dudweiler.

Nach der völligen Zerstörung des Ortes im Dreißigjährigen Krieg wird erst 1737/38 die immer noch als Ruine liegende Kirche neu erbaut. 1870 kommt ein Kirchturm (mit Uhr und zwei Glocken) hinzu und im Jahre 1957 wird das Kirchenschiff an der vorderen Giebelseite um acht Meter erweitert (Anbau mit Empore). Aus dieser Zeit stammen das große Altarfenster (Auferstandener Christus) und zwei Rundfenster unterhalb der Empore in rot und grün (Gedenken an die Opfer der Weltkriege) vom ungarischen Künstler György Lehoczky.

Zwischen 1995 und 1997 sind die Kirche und ihr Umfeld grundlegend neu gestaltet und zu einer harmonischen Einheit verbunden worden.

Die Evangelische Kirchengemeinde Scheidt ist seit 1891 selbständig. Sie zählt heute rund 1900 Gemeindeglieder aus Scheidt und Rentrisch. Denn der kommunal zur Stadt St. Ingbert gehörende Ortsteil Rentrisch ist ebenfalls von je her Teil unserer Kirchengemeinde.

(Helmut Ballas)